Programmprozess Phase I: Arbeit und Soziales

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Anhebung der Mindestsicherung

Anhebung der Mindestsicherung in Wien auf 1000€

Besteuerung von Einkommen, egal welches Einkommen gleich versteuern

(Aus dem Wahlprogramm der Piraten:)

Anhebung der Grunderwerbssteuer

gestaffelt nach qm sowie privat/ gewerblich (steigend mit sehr großen Flächen) / Anhebung der Hebesatzes der Grundsteuer, gestaffelt und getrennt nach privat/gewerblich nach Möglichkeiten des gesetzgeberischen Rahmens.

Prüfung weiterer auf kommunaler Ebene Möglichkeiten

Einkünfte aus nicht-Erwerbstätigkeiten (Vermietung/Verpachtung/Zinsen, Dividenden, Kursgewinne etc.) stärker zu besteuern.

soziale Infrastruktur

Soziale Infrastruktur wird auf mehreren Ebenen hergestellt und garantiert: u.a. auf der Ebene lokaler oder kommunaler Politik und lokaler Ressourcen der Selbstorganisation; -> im Programm sollte klar werden, dass daran gearbeitet wird Ressourcen der Selbstorganisierung in dem Bereich zu stärken. Das Planen und Betreiben der sozialen Infrastruktur möglichst dezentral, auf lokaler oder regionaler Ebene erfolgen, d.h. da, wo sie bedarfsgerecht und so weit wie möglich selbstverwaltet gestaltet werden kann. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass es keine wirksamere Form von Sozialpolitik als die von unten gibt. Gerade die SPÖ verfolgt hier ja den gegenteiligen Ansatz eines erstickenden Partanalismus, Für das Programm könnte das heissen, dass Nachbarschafts- und Stadtteilinitiativen mit sozialem Anliegen aktiv unterstützt und gefördert und ausgebaut werden sollen. Entscheidungen - so möglich - dorthin verlagert werden sollen. Eventuell macht es Sinn dabei auch Verweise auf Südamerikanische Basisprozesse von unten zu machen.

Einführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer

Wien anders bekennt sich dazu, dass jeder Mensch unabhängig seiner Herkunft gleich an Rechten, Pflichten und Chancen ist. Erbschaften haben in den letzten Jahrzehnten zu massiven Vermögenskonzentrationen geführt. Diesem Ungleichgewicht wollen wir entgegenwirken. Es ist Aufgabe der Gesellschaft sicherzustellen, dass für die persönliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Menschen, der Faktor in welche Familie er oder sie geboren wurde, so gering wie möglich ist. Erbschaften stellen Einkommen dar. Es ist nicht einzusehen, warum Einkommen aus Arbeit progressiv mit bis zu 50% besteuert werden. Ein – noch dazu leistungsloses – Einkommen aus Erbschaften jedoch gar nicht.

Die Piraten fordern daher Erbschaften und Schenkungen als Einkommen zu besteuern. Aus Gründen der Gerechtigkeit aber auch um den fiskalischen Spielraum um andere Abgaben, wie jene auf Arbeit zu senken

Grundsteuer nach Verkehrswert

Die Grundsteuer ist für die Finanzierung der Gemeinden von hoher Bedeutung. Allerdings wurde die Berechnungsgrundlage (der Einheitswert) seit über 40 Jahren nicht mehr angepasst. Die Piraten fordern eine Umstellung der Bemessungsgrundlage der Grundsteuer vom Einheitswert auf den Verkehrswert. Studien zu vermögensbezogenen Steuern zeigen deutlich, dass Österreich im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern zählt. Seit dem Jahr 1973 hat sich der Verkehrswert nicht nur generell erheblich zum Einheitswert gesteigert, sondern die Regionen haben sich darüber hinaus sehr unterschiedlich entwickelt. Gerade in Wien ist der Wert von Grundstücken erheblich gestiegen. Effektiv bedeutete das Festhalten am Einheitswert eine schleichende 40-jährige Steuersenkung für Grundbesitzende; im Sinne der Steuergerechtigkeit gegenüber „Nichtbesitzenden“ ist eine Anpassung daher dringend geboten.

Recht auf ein kostenloses Girokonto

Ein Girokonto stellt für jeden Menschen, eine wichtige Infrastruktur da die Teilhabe am gesellschafttlichen und wirtschaftlichen Leben ermöglicht. Personen ohne Konto werden stigmatisiert und haben oft massive Probleme. Die Piraten fordern daher einen Rechtsanspruch auf ein kostenloses Girokonto (ohne Überziehungsrahmen und ohne Verzinsung)

Bedingungsloses Grundeinkommen

setzten erster Schritte in Richtung eines bedingungslosesn Grundeinkommens, das neben einer monetären Transferleistung auch den Zugang zu gratis Öffis, Sicherheit gegen Energiearmut für alle WienerInnen und Zugang zu Wohnraum beinhalten kann.

Gute Arbeit - gutes Geld

Jeder Mensch hat das Recht, ihre bzw. seine persönliche Zukunft absehen und planen zu können. Die Unsicherheit, was morgen sein wird, ist nicht nur der giftigste Nährboden für die rechtspopulistischen Parteien, er ist eine tägliche finanzielle und psychische Belastung. Immer mehr Menschen leben prekär, weil sie in einem Niedriglohnsektor arbeiten müssen, oder weil sie nur zeitlich befristete Verträge bekommen, oder weil sie in Scheinselbständigkeit gedrängt werden oder aber, weil sie als ein Kleinstunternehmen ums tägliche Überleben kämpfen müssen.

Hier kann auf kommunaler Ebene gegen gesteuert werden.

Mindestlohn bei Unternehmen der Stadt Wien

Wir fordern einen Mindestlohn bei der Anstellung von MitarbeiterInnen bei Aufträgen, die von Unternehmen der Stadt Wien ausgeschrieben werden. Das kann im Rahmen einer kommunalen Vergabeordnung geschehen. Dieser Mindestlohn muss deutlich über dem Existenzminimum liegen.

keine Leiharbeitsfirmen bei der Stadt Wien

Wir fordern, dass von der Stadt Wien keine Leiharbeitsfirmen mehr beauftragt werden und dass keine Tätigkeiten mehr privat ausgelagert werden, wie zum Beispiel bei den Reinigungsdiensten der Wiener Spitäler oder etwa bei öffentlichen Aufträgen für Cateringfirmen, wo oftmals Studierende arbeiten. Nur so können eine gute Qualität der Arbeit und entsprechende Arbeitsbedingungen gewährleistet werden.

Ende des Stellenabbaus öffentlichen Dienst

Wir fordern ein Ende des Stellenabbaus im Bereich des öffentlichen Dienstes, der weitere Arbeitslosigkeit in der Stadt erzeugt. Weiterhin fordern wir für die MitarbeiterInnen in der Verwaltung Familien-und geschlechtergerechte Arbeitszeitregelungen ohne Verdienstausfall. Anmerkung: ...nur in der Verwaltung? "familien- und geschlechtergerechte Arbeitszeitregelung": schwammiger Ausdruck, der nicht wirklich etwas aussagt.

Begrenzung befristeter Stellen

Begrenzung befristeter Stellen auf maximal 2 x Verlängerung der Befristung.

Angemessene Bezahlung von Praktika

Wir wollen, dass Praktika, die im im Rahmen von Ausbildungen in einem Betrieb der Stadt Wien absolviert werden müssen, angemessen bezahlt werden. Ein Praktikum darf dabei nicht reguläre Stellen ersetzen, sondern es wird als eine zusätzliche Dienstleistung in Anspruch genommen – und entsprechend entlohnt.

Gleichstellung bei Stellenbesetzungen

konsequente gleichstellung bei stellenbesetzungen, bei nicht-besetzung durch entsprechend qualifizierteb frauen muss die besetzung durch den männlichen mitbewerber öffentlich begründet werden.

Arbeitsrecht für Flüchtlinge und ZuwanderInnen

Wir wollen ein kommunal geregeltes Arbeitsrecht für Flüchtlinge und ZuwanderInnen in Wien.

Förderung Neuer Selbstständiger

Wir wollen eine stärkere Förderung Neuer Selbstständiger und Kleinstunternehmer bei der beruflichen Weiterbildung. Der Bildungstausender des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF) ist aktuell WGKK-Versicherten vorbehalten. Er soll in Zukunft auch Geringverdienern mit SVA-Pflichtversicherung zustehen (Neue Selbstständige auf Werkvertragsbasis, KünstlerInnen, KleinstunternehmerInnen).

Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden (4 Tage Woche)

(aus dem Wahlprogramm der Piraten)

Als Maßnahme zur Minderung von Jugend- und Altersarbeitslosigkeit, bzw Arbeitslosigkeit im Allgemeinen, befürwortet die Piratenpartei die Einführung einer 4 Tage Arbeitswoche, im Umfang von 30 Stunden (4x7,5 Stunden, exkl. Mittagspause).

Anmerkung: 30 Stunden halt ich für gut, aber die Einteilung auf 4 Tage oder 5 Tage mit 6 Stunden sollt sich jede/r selbst einteilen können.


I. Mindestlohn und Grundeinkommen

Wien anders wird kurzfristig einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn durchsetzen und setzen sich mittelfristig für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) ein. Dieses Grundeinkommen wird allen Bürger mit ständigem Wohnsitz und unbefristetem Aufenthaltsrecht in Österreich ohne weitere Bedingungen zur Verfügung gestellt. Langfristig soll das Grundeinkommen in gleicher Weise existenzsichernd sein, wie der gesetzliche Mindestlohn und ihn schrittweise ablösen.

Wien anders unterstützt Initiative hinsichtlich eines allgemeinen Mindesteinkommen von 1.500 € brutto/Monat, gibt aber die Forderung nach einem Grundeinkommen nicht auf

Beispiele für Mindeseinkommen:

     Mindesteinkommen-Berufspraktika: 700-1.200€ (branchenabhängig)
     Mindesteinkommen-Sozialberufe: 1.250-1.850€
     Mindesteinkommen-Streetworker: 1.550-2.250€
     Mindesteinkommen-Junglehrer: 1.550.- 2.250€[1]
     Mindesteinkommen-Kinderhausbetreuung: 700-1.500€.

[1] Anmerkung: 40 Wochenstundenarbeitsleistung; Nicht reiner Unterrichtsaufwand (Anmerkung durch Alexis, PIR-Wien, Alexis@liquid.piratenpartei.at)

Krippenplätze für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr

Wien anders steht für Chancengerechtigkeit aller Menschen unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Hochqualitative Kinderkrippen und Kindergärten sind wesentlich für die Entwicklung aller Kinder. Wir werden uns dafür Einsetzen, dass jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Krippen- bzw. Kindergartenplatz hat. Nur so ist gewährleistet das jedes Kind die gleichen Chancen hat. Und auch für die Eltern ist gewährleistet, ihre berufliche und persönliche Entwicklung auch mit Betreuungspflichten frei gestalten zu können. Wien Andas möge sich dafür einsetzen, dass bis zu einem drittel der Kindergärten bzw. Kindertagesstätten mehrsprachig geführ werden. Diese Drittel soll verteilt folgende Sprachen vermitteln: Englisch, Türkisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, .a.u. Dies soll sowohl zur inneren Bildung von Brücken in der Gesellschaft fördern, als auch vorab zur erleichterten späteren Spracherlernung für die Wirtschafts- und Arbeitswelt beitragen; (Anmerkung durch Alexis, PIR-Wien, Alexis@liquid.piratenpartei.at)

Transparente Vergabe von Krippen- und Kindergartenplätzen

Kostenlose Krippen- bzw. Kindergartenplätze stellen eine indirekte Förderung einzelner dar. Die derzeitige Vergabepraxis der städtischen Kindergärten ist völlig undurchsichtig und so anfällig für Korruption und Freunderlwirtschaft. Die Piraten Wien fordern daher die Vergabepraxis so zu ändern, dass transparent warum welcher Kindergartenplatz an welches Kind vergeben wird und so Missbrauch reduziert werden kann

Förderung von Mädchen in MINT Fächern / Jungen in sozialen Berufen

Förderung von Mädchen, einen Beruf in sog. MINT fächern zu ergreifen und Jungen Berufe im Bereich Soziales zu ergreifen

Daseinsfürsorge und Sicherung der Infrastruktur in kommunale Verantwortung übertragen

Wir werden die Aufgabe der Sicherung der Infrastruktur zurück in kommunale und staatliche Verantwortung übertragen. Die Privatisierung von Diensten, wie Gas-, Strom- und Wasserversorgung, öffentlichen Verkehr usw. lehnen wir ab. Das Wahrnehmen der Aufgaben zur Daseinsfürsorge und Sicherung der Infrastruktur stärkt die Strukturen der Gesellschaft. Bestehende Verträge müssen offengelegt werden.

Rückabwicklung von Crossboarder-Leasing-Verträgen

Cross-Boarder-Leasing ist Steuerhinterziehung durch die öffentliche Hand. Die Stadt Wien hat in den 2000er-Jahren zahlreiche solcher Verträge (betreffend Kanalisation und Wiener Linien) geschlossen. Zudem schränken diese Sale and Leaseback Geschäfte aufgrund der langen Laufzeiten dieser Verträge die Handlungsfähigkeit der Stadt auf Jahrzehnte massiv ein. Wir werden uns dafür einsetzen diese Verträge offen zu legen und diese Geschäfte wo möglich rückabzuwickeln. http://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Border-Leasing http://www.letsmakemoney.at/diefakten/cross-border-leasing.html

MIGRANTINNEN

Anerkennung internationalen Ausbildungen. Besonders für Beruflichen.

(Anmerkungen ap:

  • Achtung, da sind bislang sehr viele nur auf Bundesebene umsetzbare Forderungen dabei – Erbschaftssteuern, Arbeitszeitverkürzung oder Mindestlohn gehören zwar zu den wichtigsten Forderungen überhaupt, würd ich aber in einem WIEN-Programm eher nur in ganz kurzen Schlagwörtern thematisieren, hingegen die konkret für Wien relevanten Punkte länger abhandeln, damit das nicht zu sehr nach Nationalratswahl-Programm ausschaut.
  • Falls eine Einführung eines BGE in Wien durch Landesgesetz verfassungskonform wäre, könnte u.U. eine Einführung konkret in Wien ins Programm aufgenommen werden * ansonsten eine Formulierung à la „Die Stadt Wien soll sich für die bundesweite Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens einsetzen und selber aktiv erste Vorarbeiten dazu leisten, z.B. durch wesentlich hürdenfreieren Zugang zur Mindestsicherung“)

Ergänzung: Einbindung ins Bildungssystem während Asyl-/Aufenthaltsverfahren


Ergänzung: Erleichterte Anrechnung von Zeiten für die Pension

Wien-Andas wird sich in Kooperation mit den Sozialpartnern für die erleichterte Anrechenbarkeit nachfolgender "Zeiten" engagieren:

  • Ehrenamtliche und unentgeltliche Mitarbeit in NPOs und NGOs,
  • Ehrenamtliche, unentgeltliche- und entlohnte Mitarbeit in Caritativen und sozialen Einrichtungen,
  • Zeiten der Pflegebetreuung von Familienangehörigen,
  • im Ausland erbrachte Dienstzeiten, und
  • Kinderbetreuungszeiten, sofern gegenwärtige Regelungen unzureichend sind.

(Anmerkung durch Alexis, PIR-Wien, Alexis@liquid.piratenpartei


Empfehlungen von Florian Wuk zum Thema Arbeit und soziales

Wie wir beweisen dass wir anders sind:


Galaubwürdigkeit als soziale Partei in Österreich bedeutet Verzicht auf einen großen Teil des Gehaltes als Landtags/ Gemeinderats Abgeordnete .- r- . Aufgrund der in Österreich besonders hohen Politikergehäter . Daher sollten die Gemeinderatsabgeordneten von Wien anders nach dem Vorbild der KPÖ Steiermark nur rund 2200 € netto ihres monatlichen Abgeordneten Gehaltes für sich behalten, und Rest wie die KPÖ in der Steiermark in einen Wien anders Sozialfons Spenden. Verwendung wie in der Steiermark: In Wien lebende Menschen mit wenig Geld die sich Hilfe suchend an uns wenden soll rasch geholfen werden, etwa um Miet Rückstände oder Kautionen zu bezahlen, Waschmaschinen , Thermen... Natürlich sollten wir uns Kontoauszüge und Gehaltszettel anschauen, etc.. die Bedürftigkeit gehört natürlich überprüft ..

Die Forderung nach Kürzung der Politiker Gehälter aller Parteien , ist real politisch umsetzbar, mit einer Mehrheit. Der Verzicht von Wien anders Abgeordneten auf einen großen Teil ihres Gehaltes für einen Sozialfons ist gleich und sofort nach dem Einzug ins Rathaus, ohne Zustimmung einer anderer Partei umsetzbar.

Häupl und Strache und Co gehören Angegriffen , warum sie es überhaubt wagen zu mit einen Einkommen von 14 mal im Jahr rund 20 000€ für von, für über uns klane Leit zu reden.

Florian Wuk über Arbeit bei der Gemeinde Wien.

Die Wiener SPÖ hat das Stadtgarten Amt MA 42 aus der Stadtverwaltung entgliedert , es ist seit einigen Jahren keine MA mehr. Seit Anfang/ Mitte der 90 Jahre wird das Personal reduziert. Auch die MA 43 städtische Friedhofsgärtnerei gibt es als solche nicht mehr, auch hier wird das Personal seit Anfang, Mitte der 90 er Jahre reduziert.

Die MA 48 blieb als MA, doch auch hier wird das Personal immer weniger, und es gibt außerhalb der innen Stadt immer weniger " rode Stunden ". Also weniger zuverdienst durch Straßenkehren an Samstagen, Sonn und Feiertagen. Die Straßen in den Arbeiterbezirken sind es der Stadtregierung nicht wert.

Dass heißt eine türkischer Staatsbürgerin die seit 15 Jahren in Wien lebt - jenem Bundesland mit der höchsten Arbeitslosigkeit - und Steuer und Gebühren in Wien zahlt, darf ihr Brot nicht damit verdienen, dass sie die Straßen in ihrer Stadt, ihres Bezirkes kehrt und im Winter vom Schnee befreit. Da müssen unbedingt echte Österreicher einrücken, die aus dem Burgenland oder Niederösterreich 2/3 Stunden her fahren, dann dann noch schimpfen dass die Ausländer "uns" die Arbeitsplätze Wegnehmen, und meinen sie müssen die Straßen net gscheit putzen weil da eh nur scheiß "Tschussen und Kanaken" Wohnen. In Niederösterreich und dem Burgenland in allen anderen Bundesländern dürfen nur Menschen mit Wohnsitz in der oder in der nähe der jeweiligen Gemeinde als Straßenkehrer_in arbeiten.

Daher mein Vorschlag:

  • Stadt der österreichischen Staatsbürgerschaft, soll ein gemeldeter Hauptwohnsitz in Wien oder in Ortschaften gleich an der Grenze zu Wien, wie zb. Groß Enzersdorf oder Klosterneuburg zumindest bei der MA 48, als Straßenkehrer_in Grundvoraussetzung sein, um neu eingestellt zu werden.

Es sei den es mangelt an Menschen in Wien und nähe Wien, welche diese Arbeit machen können und wollen. Was aber nicht der Fall sein wird, es warten 2000 Wiener_innen auf der Warteliste auf diesen Job. Der Frauen Anteil gehört angehoben.

  • Wo auch immer die Gemeinde Wien als Arbeitgeber Auftritt sollen bei gleicher Qualifizierung Arbeitsplatz Bewerber mit Hauptwohnsitz in Wien oder einer Ortschaft an der Grenze zu Wien, gegen über Bewerbern welche weit weg von Wien Wohnen bevorzugt werden, so lange Wien das Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote ist. Die Staatsbürgerschaft hat keine Rolle zu spielen.
  • Hunderte Wiener_innen arbeiten - oft seit Jahren geringfügig als Tagelöhner , als Straßenkehrer bei der MA 48 , hoffen dass sie eines Tages Vollzeit eingestellt werden, aber dazu muss man man scheinbar mindestens 30 km weit weg von Wien wohnen. Wir sollten fordern dass diese Leute sofort Vollzeit eingellt werden, wenn sie das wollen.
  • 30 Stunden Arbeitswoche bei vollem Lohn und Personalausgleich im Zuständigkeitsbereich der Stadt Wien.
  • Wiener Wohnen Haus und Außenbetreuung GmbH gehört in die Gemeinde Wien integriert. Der netto Lohn der Arbeiter_innen von Wiener Wohnen Haus und Außenbettreuung GmbH gehört an jenen der MA 48 Straßenkehrer_innen angehoben. Also von unter 1100€ auf 1300€ 14 mal im Jahr netto. ( Als ich dort bis in Jahr 2011 gearbeitet habe waren es 1088€ netto für 40 Stunden Arbeitswoche) Für die Arbeiter_innen von Wiener Wohnen Haus und Außenbetreuung GmbH gibt es keine prozentuelle Gehaltserhöhungen mit den Arbeitsjahren, auch dass soll sich durch die Lohnangleichung an die MA 48 Straßenkehrer_innen ändern.
  • Die Arbeitsorganisation bei Wiener Wohnen Haus und Außenbetreuung GmbH soll wieder wie vor 2011 durchgeführt werden. Gemeint ist die Organisation der Arbeit soll nach Möglichkeit ohne Auto durchgeführt werden. Die Betreuung der Außenanlagen ist nach Grün Team und Kehr Team geteilt. das Kehrt Team kehrt die Wege in den Höfen das Grün Team erlegt Gärtner Arbeiten. Bis ins Jahr 2011 ging beim Kehr Team einer für gewöhnlich alleine mit einem Wagerl ähnlich jenem der Straßenkehrer von Hof zu Hof, kam jeden Tag in jede seiner Anlagen. Seit dem die Grünen in der Stadtregierung sind wird auch im Kehr Team mit dem Auto von Gemeindebau zu Gemeindebau gefahren, jeder Gemeindebau wird nur mehr einmal in der Woche gemacht.
  • Bezüglich Wiener Wohnen sollten wir nicht den Fehler machen die Wiedereinführung der Hausmeister zu fordern, da dies kommunalpolitisch nicht möglich ist. Denn das Hausmeister Gesetz ist ein Bundesgesetz , und wurde unter Schwarz Blau dahin gehend geändert , dass Wiener Wohnen keine Hausmeister_innen mehr nach besetzen kann. Sollte ich mich irren können wir dass natürlich auch fordern.

Gemeinwohl Okonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie möchte in einem demokratischen, partizipativen und ergebnisoffenen Prozess ein Wirtschaftssystem etablieren, in dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht. Wien anders setzt sich für ein nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Wirtschaften ein.

Wien soll als erste Hauptstadt eine Gemeinwohlbilanz erstellen, eine Einladung an alle Unternehmen aussprechen, die in Wien ansässig und tätig sind, die Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen, macht diese „Pioniergruppe“ sichtbar und fördert sie nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten. Das reicht von einer jährlichen Feier zur Ehrung der Gemeinwohl-Unternehmen unter Sichtbarmachung besonderer Leistungen und inhaltlicher Diskussion gesellschaftpolitischer Grundlagen bis zum Vorrang für Unternehmen mit guten Gemeinwohl-Bilanz-Ergebnissen im öffentlichen Auftrag und Einkauf. Weiters soll die Erstellung eines kommunalen Gemeinwohl-Index, einem Lebensqualitätsindex für Gemeinden, der sich auf der „Mesoebene“ zwischen Gemeinwohlprodukt (Volkswirtschaft) und Gemeinwohl-Bilanz (Unternehmen) befindet, gefördert werden. Der Index setzt sich aus den 20 wichtigsten Lebensqualitätsfaktoren zusammen, die in einem BürgerInnnbeteiligungsverfahren ermittelt werden. Der fertige Index könnte einmal jährlich in einer Umfrage an die Haushalte ermittelt oder gemessen werden.Ziel ist nicht, dass eine Stadt/Bundesland „besser“ ist als ein/e andere/s, sondern dass sich eine Stadt in den ihr wichtigen Lebensqualitätsfaktoren verbessern möchte. Daran müssen sich die politischen Maßnahmen messen lassen.

Um diesen Prozess des Wandels zu starten soll das Konzept der Gemeinwohlökonomie in Wien beworben werden. Auch Konzerne, Firmen, Vereine, Gemeinden, etc. sollen bestärkt und gefördert werden, eine Gemeinwohlbilanz zu erstellen und der Bewegung beizutreten.